Unsere Geschichte

Die Gründungsgeschichte unseres Vereins

Historie
Deutschland sowie der Rest der Welt litten mehr als 1,5 Jahre unter ständigen Einschränkungen der Lebensqualität, aufgrund der Corona-Pandemie. Lange Lockdown-Phasen inklusive Schulschließungen und Schließungen jeglicher Freizeiteinrichtungen, war eine notwendige Maßnahme, unter der vor allem Kinder leiden mussten. Neben den fehlenden Lerninhalten während dieser Zeit, fand wenig bis gar kein soziales Miteinander für Kinder statt. Auch nach Wiedereröffnung der Schulen, mussten sich Kinder -geschützt durch Masken- an die Abstandsregeln halten, sodass man lange Zeit nicht mehr von einer Teilhabe an Leben und Bildung sprechen konnte. Spätestens in dieser Situation wurde uns bewusst, dass wir nur gemeinsam einen Weg in die "Normalität" schaffen können. Unabhängig der Hautfarbe, des Geschlechts, des sozialen Status, der Behinderung, des Alters oder sonstiger Eigenschaften mussten wir alle Rücksicht nehmen und uns einschränken, um uns selbst und andere Menschen nicht zusätzlich zu gefährden. Nach diesen vielfältigen Einschränkungen, wollten wir auf Grundlage der Chancengleichheit eine Teilhabe an Leben und Bildung (Inklusion) für alle Kinder und Jugendlichen sicherstellen und entschieden uns dies mithilfe eines Vereins umzusetzen.
Vorgeschichte
Inklusion war bereits vor der Pandemie ein Thema, welches die Gründungsmitglieder des heutigen Vereins privat oder beruflich begleitet hatte. Der zum Zeitpunkt der Gründung 17- jährige autistische Sohn eines Gründungsmitgliedes und seine Pflegeschwester mit Förderschwerpunkt spielten bei der Vereinsgründung eine nicht unerhebliche Rolle. Die persönlichen Erfahrungen als Familie mit Kindern, die dieses System durchlaufen haben, haben uns gezeigt, dass sowohl Kinder, Jugendliche und Familien, die Gesellschaft, als auch das System Schule Unterstützung benötigen, um die gemeinsame Aufgabe besserer Teilhabechancen zu gestalten und das Recht auf Teilhabe an Leben und Bildung einzufordern und zu verwirklichen. Bereits im Jahr 2018 bot der heutige Vereinsvorstand in seiner Gemeinde erstmals ehrenamtlich Angebote für Kinder und Jugendliche im Sinne der Teilhabe an. Aufgrund des großen Zuspruches ergab sich der Gedanke, die Angebote weiter zu professionalisieren und in die Gründung eines gemeinnützigen Vereins zu überführen.
Ist-Analyse
Die zwar im Gesetz verankerten Rechte und Pflichten zur Eingliederung von Menschen mit Beeinträchtigungen sind theoretisch vorhanden. In der Realität stoßen gerade diese Rechte auf ganz praktische Probleme. Komplikationen durch komplexe rechtliche Rahmenbedingungen, Umsetzungsschwierigkeiten oder fehlende ÖPNV-Anbindungen sind nicht selten. In diesen Situationen geraten insbesondere Eltern, aber auch das System Schule an ihre Grenzen. Als Kind mit einem Förderbedarf ist es zur Gestaltung eines späteren möglichst selbstständigen Lebens essentiell, eine geeignete Schulwahl zu treffen. Dabei kommt es neben der grundsätzlichen Bereitschaft der Schule zur Unterstützung und der Offenheit des Lehrerkollegiums auch auf die mit dem Schulweg verbundenen Herausforderungen an. Gerade in ländlicheren Regionen stehen durch die fehlende Infrastruktur nur eine bis zwei Schulen zur Auswahl, die für ein Kind mit Förderbedarf geeignet sind. Ist die Schule ausgewählt, steht man vor der Herausforderung, eine Schulbegleitung zu beantragen und zu finden. Bei der Gestaltung der Freizeitaktivitäten, zeigen sich für Kinder mit Förderbedarf ähnlich gelagerte Probleme. Die Angebote in den Gemeinden sind meist einseitig begrenzt. Neben Fußballvereinen gibt es nur wenig Auswahl. Je nach Ausprägung des Beeinträchtigungsbildes können aber gerade solche Gemeinschaftsaktivitäten, zu negativen Erfahrungen für das Kind führen. Ausgrenzung und Anfeindung sind Ergebnisse, die eine Verschlechterung der Gesamtsituation, auch in der Schule, zur Folge haben können.
Namensgebung
Der Name „farbebunt“ steht zum einen als Synonym für abwechslungsreich, gemischt, reichhaltig und verschiedenartig und bezieht sich auf die Grundhaltung des Vereins sowie die Menschen, die im Verein arbeiten und die Zielgruppe bilden. Hier soll ausgedrückt werden, dass wir Abstand von schwarz/weißem „Schubladendenken“ nehmen und Menschen in ihrer Einzigartigkeit anerkennen und wertschätzen. Zum anderen steht die Farbe „Bunt“ für Spaß, Kreativität, Freiheit, Ungezwungenheit und Optimismus und spendet uns damit Kraft und Energie für unser gesamtes Werken. Nach dem Motto: „Warum sollen wir uns für nur eine Farbe entscheiden, wenn wir alle haben können!?!“, war der Name „farbebunt“ geboren.
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Unsere Lieblingsfarbe ist

Bunt

Unsere privaten Erfahrungen: